Sonntag, 8. Februar 2009

Kennenlernen

Es ist erneut die Nacht vom 08. auf den 09. Februar.


Vor einem Jahr hatte mich ein Freund zum gemeinsamen Kiezbummel eingeladen.

Ein Umstand, der nur selten eintrifft, da dieser Freund generell kein Kiezgänger ist.

Wir trafen uns damals auf dem Hamburger Berg. Wir waren eine recht ansehnliche Truppe. Seine Kommilitonin, war dabei, ebenso sein Bruder und seine Schwester und deren bester Freundin. Ich war auch noch mit einem Freund und zwei befreundeten Pärchen unterwegs.

Von einem Klub sind wir in den nächsten gezogen um uns einen Platz zu suchen, an dem wir alle auf unsere kosten kämen. Wider meiner Erwartung schafften wir es die gesamte Truppe zusammenzuhalten, ohne dass die Stimmung darunter litt, oder sich Leute absetzten.


Im Headcrash blieben wir am längsten. Erst tanzten wir unten, anschließend oben. Die Gruppe verlief sich auch etwas, aber im Gang unter der Treppe liefen wir uns immer wieder über den Weg um uns für ein paar Gesprächsfetzen aufzuhalten. Besonders fasziniert war ich von der Schwester meines Freundes. Mir gefiel ihre kecke Art. Sie ist eine Frau mit der man sich unterhalten kann. Nicht über diesen lapidaren Firlefanz, der einem sonst auf dem Kiez begegnet. Es ist diese Art von Gespräch, für das man einen Abend investiert. Die Art, bei der die ganze Nacht unter freiem Himmel verbracht wird und eine Flasche guten Weines sich nach und nach leert. Ein solcher Abend verbringt man eigentlich am Strand, oder auf einer Wiese und generell zu zweit.

Wir waren aber nicht zu zweit, hatten keine guten Wein und draußen war es schlichtweg zu kalt um die ganze Nacht vor der Tür zu verbringen.

Das brachte auch seine Probleme mit sich. Zum einen war ich diesen Abend schon viel zu lange unterwegs. Die Kneipentour vorweg auf dem Hans-Albers-Platz hatte schon an meiner Substanz gezerrt. Nichtsdestotrotz habe ich mich Anstandshalber an mein Gesellschaftsbier gehalten. Ständig drängten sich Leute an uns vorbei, was äußerst anstrengend ist, wenn man sich mit dem Versuch befasst einen anständigen Gesprächsfaden auf die Beine zu stellen. Der Umstand, dass die Musik recht laut war, hatte immerhin den Vorteil, dass wir uns, zumindest aus Sicht der Distanz, näher kamen. Und am Blick eines meiner Freunde konnte ich erkennen, dass ich nicht der einzige war, der sich mit dieser interessanten Frau unterhalten wollte. Er fällt in die Kategorie „Babyface“ und ist ein durchaus charmanter Typ, so dass er auch mit seinem „Yeah Baby!“ irgendwie durchkommt. Wie er seinen Dackelblick hinbekommt habe ich bis heute nicht herausgefunden.

Zu meinem Glück wollte sie sich mit mir unterhalten. Ihre beste Freundin wurde für das Gespräch mit meinem Kumpel abgestellt. Beide schienen nicht sonderlich Glücklich mit diesem Umstand, machten allerdings gut Mine zum bösen Spiel.


Im Nachhinein wurde ich von der Kommilitonin gefragt, ob mir nicht aufgefallen wäre.

Natürlich war da nichts im speziellen gewesen. Bis auf den Typen, der es nicht vernünftig geschafft hatte an uns vorbeizukommen, mir auf die Füße trat und dann auch noch einen Streit vom Zaun brechen wollte.


Manchmal bin ich unglaublich naiv.


Heute habe ich den neuen Streifen mit Brad Pitt gesehen. Als Daisy zum Theater geht, fiel mir auf, dass bereits ein Jahr seitdem vergangen ist. Vielleicht ist es mit uns ja ein ähnliches Dilemma. Dass auch wir nur einen Moment aufeinander erhaschen konnten um uns anschließend wieder aus den Augen zu verlieren und unsere eigenen Leben zu leben. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege aber auch wieder. So wie bei Benjamin und Daisy.

Ich möchte dann ebenfalls in einer Wohung ohne Möbel vor dem Kamin picknicken und nur die Matratze verlassen wenn es sein muss. Diese Unbeschwertheit genießen und nicht daran denken müssen, welche Pflichten uns treiben. Den Moment voll ausleben und für den Augenblick leben.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Die ersten Schritte eines Bloggers

Mein erster Blogeintrag in meinem ersten Blog.
Vermutlich gibt es wesentlich bessere Wege ein Blog zu beginnen, darum soll es aber hier noch gar nicht gehen.

Ich möchte hier in erster Linie Gedanken ausspeichern und sie eventuell später neu betrachten und wieder einbinden.

Und was lässt ich da als Einstiegsthema besseres finden als die Liebe.
Vor allem weil es bei mir die letzten Tage in Sachen Liebe drunter und drüber ging.
Conni Lubeks "Anleitung zum Entlieben" war sehr amüsant, aber leider wenig hilfreich, um die Trennung von meiner Süßen ganz zu verwinden.
Nach knapp sechs Monaten hat sie ihre Feststellung ausgesprochen, dass die Gefühle nicht ausreichen und daraus entstand die logische Schlussfolgerung der Trennung. Verdammt Logik!
Kann das so wirklich funktionieren? Ist Liebe logisch? Oder Trennungen? - Zu mindest war es konsequent. Und ich durfte feststellen, dass Menschen oft mehr Seiten an sich haben, als man vermutet hätte. Konsequenz zählte sonst nicht zu den unmittelbaren Stärken meiner Süßen.

Die letzte Korrespondenz, drei Monate nach der Trennung, macht mir noch immer etwas zu schaffen.
Ich war in Berlin zu einem Geburtstag eingeladen und da ich mich auf dem Weg dorthin ganz in der Nähe der derzeitigen Bleibe meiner Süßen aufhielt, schrieb ich ihr eine SMS.

Bin in Berlin.
Ecke Kurfürstenstr, auf dem Weg nach X-Berg.
Nur das du dich nicht wunderst, wenn du mich siehst.

Ihre Antwort darauf war ernüchternd.

In Berlin wunder ich mich über gar nichts.
Wünsch dir viel Spaß.
Ich schreib noch ein bisschen an der Hausarbeit weiter.

Puff! - Da zerplatzt die Blase.
Gegen die Ernüchterung habe ich das ganze Wochenende angehalten.
Zudem setzte sich langsam die Einsicht durch, dass dieses Kapitel abgeschlossen sei.
Welchen Sinn hat es sich an Möglichkeiten zu klammern und Tagträumen hinterher zu rennen.
Warum soll ich darunter leiden, wo ich doch gar nicht auf die Idee kam für die Trennung.

Warum hast du es nicht einfach gesagt, wenn du mich sehen wolltest?

...Das kam am Sonntag Abend als SMS als ich gerade in Hamburg zurück war.
So fühlt es sich als an, wenn man Wunden aufreißt um Salz hinein zu streuen.
Mensch Süße, wieso machst du sowas?

Aber die Frage ist berechtigt. Wieso hab ich das nicht gesagt. Aus welchen Grund bin ich nicht einfach mit der Tür ins Haus gefallen. - Ding Dong. Hallo hier bin ich. Lass uns was unternehmen.
Schließlich sind wir auf diese Weise zusammen gekommen.

Die Antwort darauf kann ich nicht geben. Vielleicht wollte ich den Schritt nicht geben, allerdings auch nicht die Möglichkeit ausschließen, dass sich spontan ein Treffen einrichten ließe.

Wir verabredeten uns via Kurzmitteilung jedenfalls dazu (bald) Essen zu gehen und jetzt bin ich für gut zwei Wochen in Schottland und werde dieses Jahr voraussichtlich nicht mehr nach Berlin fahren.
Zumal ich für das Wochenende nach meiner Rückkehr in Deutschland in Köln sein soll, bei einem Mädchen, dass mich einen Abend lang an der Hand durch Clubs geschliffen hat, in denen Musik lief, die ich zu Hause nie anmachen würde (das rote Pferd war glücklicherweise nicht in der DJ Kiste).
An dieser Stelle möchte ich für das Mädchen eine Pro/Contra Liste eröffnen:
Pro:
Sie ist nett und scheint mich zu mögen (2 Pkt.)
Contra:
Sie hat mir Bier über den Kopf geschüttet und will sich mit mir in Köln treffen, bei ihrem Bruder. (2,5 Pkt.)
Köln sollte zwar viel stärker in die Negativwertung fallen, aber da spielen zu viele persönliche Präferenzen mit hinein, für die die Stadt selbst wohl möglich gar nichts kann.
Jedenfalls muss sich die Gute nochmal dazu äußern, wieso ich einen Teil meines Urlaubs mit ihrem Bruder verbringen soll.

P.S.
Hier in Dundee, Schottland sind auch sehr tolle Mädchen (international gesehen).
Die heimischen Mädchen, die ich bisher getroffen habe sind hackestrunzdicht und lallen "Heyyy Guyyys, howyaa dooin' ? Wanna shag some pussey? Zumal es hier üblich zu sein scheint das zu tragen was man mag. Das bedeutet für einen Großteil hier bauchfreie Tops und Mini-Röcke; leider ungeachtet des Wetters und der Figur.